Monat: September 2017

In einigen Fälle sind die Steel Prognosen wirklich wahrhaft gut. Letzte Woche sagte unsere Steel Prognose dass NZD-USD eine Kaufgelegenheit für die kommende Woche sein wird. Der tatsächliche Kursverlauf (obiger Chart) gleicht unserem Ausblick (unterer Chart) fast identisch. Insbesondere die Kaufgelegenheit zu Beginn der Woche im Bereich 0,7250 ist hervorzuheben.

Am Sonntag den 24.09.2017 wird der Deutsche Bundestag gewählt. Ca. 61 Millionen von den 82,67 Millionen Menschen in Deutschland sind wahlberechtigt.
In den USA wollten die Menschen eine Veränderung und wählten Trump. Glaubt man den aktuellen Umfragen in Deutschland, so hält die Masse an Merkel fest. Angela Merkel wird also aller Voraussicht nach erneut Bundeskanzlerin.  “ Scheitert der Euro, scheitert Europa.“ geht also in die nächste Runde. Was bereits angerichtet wurde ist erheblich und es kommt wahrscheinlich noch schlimmer im Zuge der nächsten Krise.  Unsere Rettungs-Maßnahmen sind alternativlos und so ein Zeug werden wir dann erneut hören. Langfristig sinnvoll Investieren steht heute an zweiter Stelle. Die erste Frage bei Vermögensverwaltungen ist vielmehr. Wie überstehen wir das was die nächsten Jahre kommt. Niemand glaubt mehr wirklich daran, dass dieses Experiment des billigen Geldes in dieser Größenordnung folgenlos bleiben wird. Das Einzige worüber gestritten wird ist, ob wir zuerst in die Deflation oder die Inflation gehen. Oder wir Beides erleben werden, eine Stagflation, wo die Wirtschaft nicht läuft, die Inflation jedoch zulegt. Friedrich der Grosse soll bereits folgendes gesagt haben:

  • Eine Regierung muss sparsam sein, weil das Geld das sie erhält, aus dem Blut und dem Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, dass jeder Einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen. Aber es ist nicht gerecht, dass er die Hälfte seines jährlichen Einkommens mit dem Staat teilen muss. (Friedrich der Grosse)

Heute hätte er wahrscheinlich noch ergänzt, dass wir tatsächlich mehr als die Hälfte abgeben und wir unser Einkommen mit ganz Europa teilen müssen. Und dies wird ein Dauerzustand werden, eine klassische Transferunion wo Geld aus dem Norden (hauptsächlich Deutschland) dauerhaft in den Süden abfließt, ohne jegliche Gegenleistung und ohne Aussicht auf Rückzahlung. Hinzukommen die explodierenden Kosten aus dem Flüchtlingszustrom und der demografischen Veränderung.

Was das mit Deutschland in ein paar Jahren macht kann sich jeder selbst ausmalen. Da helfen auch sämtliche Werke über „Positives Denken“ nicht durchschlagend weiter. Die Realität kann zwar aus verschieden Perspektiven betrachtet werden, bleibt aber wie sie ist. Unsere jetzige Bundesregierung bleibt selbst überschätzend auf dem eingeleiteten Kurs ins totale Chaos. Und wenn das Chaos dann da ist, muss wie so oft zuerst einmal ein Schuldiger ausgemacht werden den man bekämpfen kann. So entstehen immer mehr Vorschriften und Regularien die Geld kosten. Der Staat wächst und wächst weiter, verschlingt immer mehr Geld, bis er die Wirtschaft völlig abwürgt, das ist das Ende. Danach beginnt dann etwas Neues.

Warum ist Veränderung so schwer?

Große Teile der Menschen gehen wählen, weil sie schon immer Freund einer bestimmten Partei waren und dies sich auch nicht mehr ändern wird. Diese Gruppe sind die treuen Anhänger einer Partei die auch zum Schlachter folgen würden. Andere gehen gar nicht mehr wählen, weil sie nicht mehr daran glauben, dass sie wirklich mit ihrer Stimme etwas verändern können. Die größte Wählerschaft denkt zuerst ans eigene Wohl. Wenn es eine Partei gäbe, die versprechen würde, dass die Rente ab sofort verdoppelt wird, würden wahrscheinlich alle Rentner genau diese Partei wählen. Mit solchen Versprechen gewinnt man Wahlen, darum geht es ja in der Politik. Genau jene Köderzusagen sind es jedoch auch die uns langfristig in den Ruin bringen. Deshalb ist der wahrscheinlichste Grund einer größeren Veränderung eine große Krise, die zwangsläufig kommt, infolge all dem Blödsinn was die Politik verbockt um Wahlen zu gewinnen und um Machtinteressen sowie eigene Interessen durchzusetzen.

Der Staatliche Pensionsfonds Norwegens ist der größte Staatsfonds der Welt. Die verwaltete Summe beträgt ca. 870 Milliarden Euro. Dieser beschloss nun nur noch Bonds in den Währungen USD, EUR und GBP zu halten. Da der Einfluss dieses Fonds nicht unerheblich ist, könnten andere Fondsmanager folgen. Mit der Folge dass Anleihen in den Emerging Markets unter Druck geraten. Während der Schwerpunkt darauf abzielt, Schwellenländer Währungen zu entfernen, ist überraschend, dass auch alle Währungen mit geringerer Liquidität wie zum Beispiel der Japanische Yen nun keinen Platz mehr im Fonds finden sollen. Dies ist ein weiterer Dominostein auf dem Weg zur Eskalation der globalen Schuldenkrise.