Monat: April 2018

Die Auswahl ist heute schwieriger als vor 15 Jahren. Damals hatte man die Wahl zwischen 2-3 guten Brokern. Heute sind es 10-20 die in die engere Wahl kommen und weitere 20-30 eher unbedeutende  Broker.
Die mit dem größten Handelsvolumen sind in der besten Position, konkurrenzfähige Konditionen an die Kunden weiter zu geben. Der Broker als Glied zwischen Liquiditätsanbieter und Kunde, muss ebenfalls seine Konditionen aushandeln und wenn er mehr Volumen abwickelt bekommt er bessere Konditionen und kann diese an die Kunden weitergeben. Tut er dies nicht fließt das Geld entweder in das Marketing oder in die Entwicklung der Handelsplattformen.

Aus diesem Grund ist jeder Broker ständig daran interessiert das Handelsvolumen zu steigern. Es macht ihn wertvoller und konkurrenzfähiger.
Viele Broker werben heute mit der direkten Orderdurchstellung zu den Banken. Das klingt zwar erst einmal extrem gut, hat aber auch Nachteile, die meist nicht genannt werden. Ein Broker mit direkter Orderdurchstellung muss das Geld ja irgendwo verdienen. Entweder, an den Spreads, dem Rollover oder sonstigen Gebühren bei der Orderausführung.
In der Praxis zahlt der Kunde meist höhere Gebühren bei den Transaktionen. Wenn ein Broker neben den Banken auch Dark-Pools als Liquiditätsressource angeschlossen hat, kann er Transaktionen günstiger anbieten. Der Kunde merkt es letztendlich nicht.

Der beste Weg ist mehrere Echtgeld-Konten zu haben und somit die Broker direkt vergleichen zu können. Wie sind die Spreads, die Rollovergebühren usw..
Bei meinen Vergleichen, sind die Unterschiede teilweise extrem. Bei vorwiegend kurzfristigem Trading sind die Spreads das wichtigste Kriterium. Bei unseren langfristigen Position Trades, sind die Rollover-Konditionen teilweise so verschieden dass dies mehrere tausend Euro pro Jahr ausmacht. und dies obwohl wir uns gerade im Niedrigzinsumfeld bewegen.

Einige Broker haben Probleme die Plattform bei News stabil zu halten, es kommt zum einfrieren. Slippage bei Kurssprüngen ist ebenfalls ein Thema. Wobei uns dies bei Limit Orders nicht benachteiligt, da die Ausführung dann zu unsere Gunsten ist. Es sei denn es handelt sich um Stopp Orders.

Die drei wichtigsten Parameter sind: Spreads, Rollover, die Kommission oder sonstige Gebühren.

Je länger ein Broker am Markt ist und immer noch vorne mitspielen kann, desto eher sollte er in die engere Wahl kommen. Ein Gegenbeispiel: Als Bitcoin bei ca. 18.000 stand, gab es Broker ohne Impressum, die per Telefon auf Kundenfang gegangen sind. Ich habe selbst einen solchen Anruf erhalten und der nette Herr am Telefon, sagte mir freundlich, dass er quasi sicher wisse dass Bitcoin weiter steigen wird und es das beste wäre jetz ein Konto zu eröffnen. Nach dem Motto, man muss ja schon blöd sein, da jetzt nicht ja zu sagen. Ähnlich wie bei The Wolf of Wall Street.