Monat: Juli 2018

Das ist was die meisten Trader suchen. Eine Trading Strategie mit guter Performance, welche sich über Jahre bewährt hat. Perfekt für jedes Verkaufsprospekt. Mit einem Hebel von 1,5, lag der durchschnittliche jährliche Gewinn seit 1975 bei 9,36%. Das ist besser als die meisten Konzepte und ohne Frage würden bestimmt einige Leute gerne eine solche Strategie kaufen. Die ganz schlauen Verkaufsfüchse machen daraus einen monatlichen Service und erzählen euch etwas von Finanzieller Freiheit mit extrem wenig Aufwand (Update nur einmal im Monat) usw… Du solltest verstehen, dass dies in der Praxis alles bullshit ist. Bei genauerem Hinsehen, fallen zwei Dinge auf: Die zwei großen Drawdownphasen sind mit -40% sehr hoch. Von 1993 bis 1998 geht die Performancekurve seitwärts, das bedeutet 5 Jahre Handel ohne Zuwachs. Viel gravierender jedoch wie die beiden ersten Argumente ist die Tatsache, dass du absolut keine Garantie hast, dass der Code auch in Zukunft funktioniert, weil sich Marktzustände ändern. Was ich damit meine zeigt die nächste Grafik :

Was mit jeder fixen Trading-Strategie in der Praxis passiert:

Hier wenden wir die exakt identische Strategie auf das Paar GBP-USD an. Was wir erhalten ist ein katastrophales Ergebnis. Wir wissen, dass GBP und EUR eine sehr hohe Korrelation haben und die Performance Kurve deshalb ähnlich wie bei EUR-USD aussehen müsste. Dies ist aber nicht der Fall, da bei einer Strategie nur winzige Nuancen ausreichen um das Ergebnis zu ruinieren. Diese Veränderung kann und wird bei EUR-USD in Zukunft ebenfalls auftreten. Denn jede Strategie hat ein Ablaufdatum. Jedes Trading-Modell wird früher oder später scheitern und das Geld jener die sich darauf verlassen haben vernichten.

Einfache Forex Trading Strategie für Laien ist Unsinn

Das ist wichtig zu verstehen, weil heute jeder der etwas verkaufen möchte dich mit guten Ergebnissen der Vergangenheit blenden wird. Wir müssen aber verstehen, dass im Finanzmarkt die Dinge anders laufen als bei einem Kuchenrezept oder einem Technischen Gerät. Im Finanzmarkt gibt es keine festen Abläufe die immer gleich sind, vergangene Resultate haben wenig Bedeutung und dies trifft vor allem auf programmierte Codes zu. Der Bankberater verkauft jene Fonds am Besten welche über die letzten 5 Jahre gut abgeschnitten haben, weil das beim Kunden das Vertrauen weckt. Wir wissen aber dass es etliche Beispiele gibt dass Ergebnisse dann total anders ausfallen wenn sich der Marktzustand ändert. Und eines haben wir Gewiss, der Marktzustand wird sich immer ändern, der Code oder die Strategie bleibt jedoch meist die Gleiche und erst wenn die Ergebnisse bereits schlecht sind erkennt man das etwas geändert werden muss. In einigen Fällen erst nach dem Totalverlust.

Fazit:

Wir müssen also verstehen, dass es vor allem darum geht, Dinge zu verstehen und immer auf dem aktuellen Stand zu sein, wer denkt er erschafft einmal einen Code und kann dann damit sorglos Geld verdienen, wird sehr schnell Geld verlieren. Jene die ein solches Sorglospaket an ahnungslose Kunden verkaufen interessiert nur die eigene Kohle und nicht ob das was sie anbieten auch seriös ist. Als Investor oder Trader beschäftigen wir uns so viel wie möglich mit dem Markt um diesen stets bestmöglichst zu verstehen, weil wir wissen, das Konzepte und Ansichten von gestern, bereits morgen überholt sein können. Nur jene die sich in die aktuelle Situation hineindenken können und Dinge kombinieren, können reale Chancen/Riskoverhältnisse erkennen mit denen sich Geld verdienen lässt. Leider bekommen diese jedoch meist erst die Anerkennung und das Vertrauen wenn prognostizierte Dinge in der Zukunft tatsächlich eintreten. Jene die dann die Anerkennung tatsächlich bekommen, werden nicht selten plötzlich überheblich und sind nicht mehr konzentriert bei der Arbeit und produzieren widerum schlechte Ergebnisse. Zudem besteht das Problem dass wenn jemand zu viel öffentliche Aufmerksamkeit hat, dass eigene Ego ein belastender Faktor werden kann. Das macht deutlich, Trading und Investieren ist keine Proleten-Sache, je lauter jemand protzt oder erzählt er ist der Beste mit Strategie XY usw… je weiter ist er davon entfernt gute Ergebnisse abzuliefern. Die Show taugt dann vielleicht zum Verkauf, und beindruckt ein paar Leute, mehr jedoch nicht. Es gibt soviel zu beachten und zu überdenken. In der Praxis ist es ein ständiges Abwägen zwischen Gewinnchancen und Verlustrisiko. Gute Chancen-Risiko Verhältnisse erkenne ich jedoch nur wenn ich die aktuelle Situation und die Zukunft richtig einschätze. Da wir nie alles wissen können bleibt ein Restrisko bestehen. Deshalb ist es eine Spekulation.

 

Die Euro-Bullen bleiben optimistisch. Das Argument, dass starkes Wachstum, Inflation erzeugt und die EZB deshalb bald ihre Zinsen anheben wird, geistert weiter um uns herum. In diese Kerbe legt sich auch die Lohnentwicklung im Euroraum, die zuletzt leicht nach oben tendierte. Was jedoch übersehen wird ist das QE noch nicht abgeschaltet ist, erst dann kann man sehen, ob die Wirtschaft von selbst wächst. Die Katerstimmung kommt immer dann wenn der Junkie auf Entzug ist und so wird sich auch die Eurozone bewähren müssen wenn QE nicht mehr weiter ausgedehnt wird. Die Dosis also nicht mehr weiter erhöht wird. Die Dosis jedoch gar zu reduzieren, davon ist die EZB noch meilenweit entfernt. Ohne Erhaltungsdosis würden die Märkte innerhalb einer Woche zusammenbrechen. Wenn der Euro also aufgrund falschen Erwartungen weiter steigt, beißt sich die Katze sowieso in den eigenen Schwanz, denn ein starker Euro ist schlecht fürs Geschäft. So ist vieles einfach nur Schall und Rauch und die Eurozone weiterhin meilenweit davon entfernt, auf einem guten Weg zu sein. Die EZB ist mit ihrerer Geldpolitik seit langem in einer Box gefangen.

Die Schreie werden nun in Deutschland lauter dass die Nebenwirkungen die Pensionskassen und die private Altersvorsorge ruinieren. Viele Kassen sind darauf angewisen das Geld kurzfristig und konservativ  zu investieren. Damit lässt sich aber schon lange kein Geld mehr verdienen, vielmehr schrumpft die Kaufkraft weil die Inflation deutlich höher ist als der Ertrag. Viele Verträge garantieren jedoch einen Zinssatz oberhalb der aktuellen Werte. Damit ist absehbar, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis massive Verluste öffentlich werden und die Bevölkerung schocken. Nichts erregt die Bürger mehr also die erwartete Rente die sich in Luft auflöst. Wahrscheinlich erst dann realisieren viele was die Geldpolitik der letzten Jahre angerichtet hat.

Der Sozialstaat Deutschland ist auf lange Sicht nicht mehr finanzierbar. Dies wird von der Politik weitestgehend ignoriert. Dies geht in Zukunft nur noch über massive Neuverschuldung. Laufende Defizite führen jedoch wie bei Griechenland in den Ruin. Und was die dortige Bevölkerung nun ertragen muss ist alles andere als angenehm. Ist der Staat erst einmal mit der Verschuldung an die Wand gefahren, werden Sparmaßnahmen und Sozialkürzungen meist brutal durchgesetzt. Jedoch ist es in der Realität so dass je schlechter es Deutschland geht, desto eher die Chance dass sich die Peripherie Länder erholen. Ein starkes solides Deutschland ist bei gleicher Währung, eine Knechtschaft für den Rest der Eurozone.

 

Die deutsche Bundesregierung soll bereits mehr als 80 Millionen Euro in die Laserwaffentechnologie investiert haben. Brisant ist, dass die Regierung dies jahrelang geleugnet hat, bis die Linkspartei dies im Jahr 2015 ans Licht gebracht haben soll. Die Handfeuerwaffen gelten offiziell als nicht tödlich, was jedoch in der Realität anders aussieht. Eine 3 Kilogramm schwere Waffe kann bis zu 1000 Schuss abfeuern. Jeder Schuss ist lautlos und unsichtbar. Ein Mensch der mit so einer Waffe auf bis zu 800 Meter Entfernung getroffen wird, erleidet extreme Schäden. Es heißt „Getroffene müssen zusehen, wie ihr Körper verbrennt, ohne zu begreifen warum, eine Panikwaffe!“ Weiter heißt es „Früher oder später werden diese Strahlenwaffen gegen Menschen eingesetzt werden“. Das Video zeigt ein Modell aus China.

Die EZB Sitzung gestern brachte keine wesentlichen Veränderungen mit sich. Wie bereits im Juni veröffentlicht erwartet der EZB-Rat dass die Anleihenkäufe Ende 2018 eingestellt werden. Die Leitzinsen sollen vor Herbst 2019 nicht angehoben werden. Danach steht eine Anhebung des Einlagesatzes von -0,4% auf -0,3% im Raum, was geradezu vergleichbar ist mit dem Tropfen auf dem heißen Stein. Die Euphorie für den Euro ist daher mehr als erstaunlich. Wir haben den tatsächlich Fairen Wert für EUR-USD mehrmals in unseren Modellen aufgezeigt.

Die brodelnde Staatsschuldenkrise in Italien dürfte dem EU-Rat einige Sorgen bereiten. Diese wird sich spätestens 2019 verschärfen. Da die Lage als extrem kritisch einzustufen ist, kann es zu einem plötzlichen Einbruch an den Märkten kommen. Alberto G. ein Macro Fundmanager mit mehr als 1 Milliarde Kapital sagt dass es aktuell extrem schwierig ist aus italienischen Bonds herauszukommen, wenn die Positionsgröße 10 Millionen übersteigt. Es ist schlicht zu wenig Nachfrage da. Die Gefahr besteht, dass es nach einem plötzlichen Crash zu spät zum handeln ist. Ähnliches haben wir gesehen als EUR-CHF unter die Marke 1,20 gerutscht ist. Aus diesem Grund kann eine Vorbereitung auf ein solches Ereignis nur vorher stattfinden, das ist die einzige Möglichkeit sich zu schützen. Das mindeste was wir erwarten können ist eine extrem anziehende Volatilität. Die EZB betreibt bis heute eine reine Insolvenzverschleppung indem die Banken mit viel zu hohen Kreditvergaben überhäuft werden. In Griechenland beispielsweise ging man hin und hat einfach die Laufzeiten der Anleihen geändert und behauptet nun die Krise sei im Griff. Was die Griechen nun erwartet ist eine über 20jährige finanzielle Folter mit strengen Vorgaben der EU-Überwacher. Die Hilfszahlungen gingen fast alle an die Gläubiger, diese sind nun raus. Ausbaden muss es jetzt die Bevölkerung und dies obwohl jeder weiß, dass es nicht möglich sein wird die Schulden abzubauen.

Die EU demonstriert schon seit langem ein deutliches Misstrauen gegenüber dem freien Markt und beschließt deshalb immer mehr und neue bürokratische Regulierungen in sämtlichen Bereichen. Sie baut immer mehr Bürokratie auf und quält Unternehmen wie Privatleute  mit immer wieder neuen sinnlosen Vorschriften und Regulierungen. Immer nach dem Motto, mehr Macht nach Brüssel und Einschränkung von Freiheit bei den Menschen in der EU. Die Überwachung und Kontrolle der Bürger wird mit immer wieder neuen Behörden voran getrieben. In der Trickkiste wurde laut Gerüchten als Krisenschutz sogar ein Aussetzen des Euro-Handels herausgeholt und diskutiert, was zeigen würde, welche Angst die Verantwortlichen in Brüssel vor einem Kontrollverlust haben. Es wäre jedoch schwer durchführbar, da der Euro ja nicht nur in Europa gehandelt wird. In Asien beispielsweise wäre der Handel weiterhin möglich. Die EU-Bürger jedoch dürften dann hilflos zuschauen wie ihr Vermögen wegschmilzt.

Ohne Zweifel, schmerzt es US-Haushalte, wenn die Zinsen weiter ansteigen. Noch nie zuvor haben sich US-Bürger so hohe Kredite für Autos, Handys usw.. aufgehalst. Hauskredite sind hierbei außen vor. Im Vergleich zu 2008 sind die Kredite noch einmal deutlich höher. Zu sehen ist, dass die Kreditaufnahme nicht linear verläuft sondern vielmehr Zyklen unterliegt. Im Jahr 2018 sind wir bei einem zyklischen Top. Ein Crash dieser Kredite ist in der Pipeline. Oft ist es ein banaler Auslöser der den Stein ins Rollen bringt. Seit 1998 waren wir nicht mehr unterhalb des Trends. Diese Gefahr hat auch Trump erkannt, weshalb er nun eifrig gegen die zu hohen Zinsen poltert. Er weiß was passiert, wenn die Fed die Zinsen noch ein paar Mal anhebt. Die Situation der Privatverschuldung sieht in vielen Ländern ähnlich aus. Eine Bereinigung dieses Zustandes kann man nur nach hinten verschieben, indem man noch mehr Geld druckt und die Zinsen niedrig lässt. Die Zentralbanken jedoch starten aktuell einen vorsichtigen Versuch die Luft langsam entweichen zu lassen ohne dass es dabei zum Desaster kommt. Ich glaube nicht dass dies gelingen wird. Man muss sich jedoch auch klar machen, dass wenn sie jetzt frühzeitig umkehren und wieder Richtung QE gehen, sie die Kontrolle vollends verlieren. Ein Vertrauensverlust mit dem die Türkei aktuell zu kämpfen hat, denn die Zentralbank entschied sich gegen eine Zinsanhebung, obwohl die Inflation aus dem Ruder läuft. Es gibt keine Bereinigung und Zurückeroberung des Vertrauens ohne Reformen die in der Realität unangenehm sind. Es ist klar dass ein Staat, der sein Vertrauen verspielt hat, als sicherer Hafen ausscheidet, was in der Praxis zu einer völligen Neubewertung der versch. Anlageklassen führt.

Das Keylevel-Diagramm Variante 2, zeigt (rot und grün dargestellt) wo die aktuell attraktivsten Keylevel liegen. Das ist eine komplett neue Art auf den Markt zu schauen.  Es schaut von der Darstellung aus wie ein Volumendiagramm, die Berechnung unterscheidet sich jedoch völlig von allen Volumenvarianten. Für kurzfristige Priceaction Trades gibt es keine bessere Option, Keylevels im Markt darzustellen. Das schöne daran ist, mit jedem neuen Tag, aktualisieren sich die Levels. Im aktuellen Diagramm sieht man EUR-USD Levels. In der Praxis handeln wir nur die besten Levels, was natürlich auch bedeutet, dass nicht jeden Tag Trades zustande kommen. Das ist die Realität, Trading ist kein Videospiel mit ständiger Action. Ebensowenig gibt es Trading-Strategien die man täglich anwenden kann und dann damit Geld verdient. Einige wollen das nie verstehen und werden ständig weiter suchen. Die Verkäufer und die Broker freut es. Viel gehandeltes Volumen und hohe Umsätze sind gut fürs Geschäft. Du solltest jedoch in erster Linie an dein eigenes Geld denken!

Du kannst jedoch nicht einfach blind an den Levels kaufen oder verkaufen. Als Trader, musst du die aktuelle Volatilität und Markt-Ereignisse mit berücksichtigen. Wenn neue Impulse in den Markt kommen, wissen wir wie leicht, nächstgelegene Keylevls überrannt werden können. Die Hausaufgaben müssen deshalb täglich gemacht werden. Es gibt dabei keine Abkürzung wenn du die Sache seriös angehen möchtest. Ich werde im September mehr darüber schreiben. Möglicherweise machen wir ein Webinar zum Thema Priceaction und Keylevels.