Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt

News-oeffentlich: 27 August, 2018 um 13:30 Uhr

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) veröffentlichte einen Report der besagt dass Protektionismus keinen Gewinn, sondern nur Schmerz bringen wird. Das Rückgängig machen der Globalisierung könnte die Preise sowie die Arbeitslosenrate steigen lassen. Höhere Zölle würden die Inflation in den USA ansteigen lassen, da Produkte teurer werden. Dies führt dazu dass die Fed die Zinsen erhöht und der US-Dollar aufwertet. Infolgedessen bekommen immer mehr Länder außerhalb der USA Probleme, insbesondere die Schwellenländer. Diese Wirtschaftsschwäche trifft letztendlich die US-Wirtschaft nachgeschaltet ebenfalls wie ein Boomerang.
Solange der US-Aktienmarkt weiterhin die wachsende Gefahr dieses Schmerzes ignoriert und neue Höchststände erreicht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Trump-Administration den Kurs ändert jedoch gleich Null, so die BIS. Mit anderen Worten, um Trump zu Fall zu bringen müsste der Aktienmarkt zu Fall gebracht werden.

Darüber hinaus müssen wir die seit längerer Zeit beobachteten Auswirkungen der verschärften monetären Bedingungen in den USA berücksichtigen (geringere Dollar Liquidität), da die Nichtbanken außerhalb der Vereinigten Staaten einen hohen Dollar-Kredit aufgenommen haben, der inzwischen 11,5 Billionen US-Dollar erreicht hat. Mit anderen Worten, steigende Zinsen und eine flache Zinskurve in den USA verschärfen die Situation enorm, weil die Liquidität geringer wird. Das führt früher oder später zwangsläufig zu einer höheren Ausfallrate bei Krediten. Man muss bedenken dass die Schulden noch nie so hoch waren wie aktuell.