EZB Sitzung Ergebnisse

News öffentlich: 27 Juli, 2018 um 21:33 Uhr

Die EZB Sitzung gestern brachte keine wesentlichen Veränderungen mit sich. Wie bereits im Juni veröffentlicht erwartet der EZB-Rat dass die Anleihenkäufe Ende 2018 eingestellt werden. Die Leitzinsen sollen vor Herbst 2019 nicht angehoben werden. Danach steht eine Anhebung des Einlagesatzes von -0,4% auf -0,3% im Raum, was geradezu vergleichbar ist mit dem Tropfen auf dem heißen Stein. Die Euphorie für den Euro ist daher mehr als erstaunlich. Wir haben den tatsächlich Fairen Wert für EUR-USD mehrmals in unseren Modellen aufgezeigt.

Die brodelnde Staatsschuldenkrise in Italien dürfte dem EU-Rat einige Sorgen bereiten. Diese wird sich spätestens 2019 verschärfen. Da die Lage als extrem kritisch einzustufen ist, kann es zu einem plötzlichen Einbruch an den Märkten kommen. Alberto G. ein Macro Fundmanager mit mehr als 1 Milliarde Kapital sagt dass es aktuell extrem schwierig ist aus italienischen Bonds herauszukommen, wenn die Positionsgröße 10 Millionen übersteigt. Es ist schlicht zu wenig Nachfrage da. Die Gefahr besteht, dass es nach einem plötzlichen Crash zu spät zum handeln ist. Ähnliches haben wir gesehen als EUR-CHF unter die Marke 1,20 gerutscht ist. Aus diesem Grund kann eine Vorbereitung auf ein solches Ereignis nur vorher stattfinden, das ist die einzige Möglichkeit sich zu schützen. Das mindeste was wir erwarten können ist eine extrem anziehende Volatilität. Die EZB betreibt bis heute eine reine Insolvenzverschleppung indem die Banken mit viel zu hohen Kreditvergaben überhäuft werden. In Griechenland beispielsweise ging man hin und hat einfach die Laufzeiten der Anleihen geändert und behauptet nun die Krise sei im Griff. Was die Griechen nun erwartet ist eine über 20jährige finanzielle Folter mit strengen Vorgaben der EU-Überwacher. Die Hilfszahlungen gingen fast alle an die Gläubiger, diese sind nun raus. Ausbaden muss es jetzt die Bevölkerung und dies obwohl jeder weiß, dass es nicht möglich sein wird die Schulden abzubauen.

Die EU demonstriert schon seit langem ein deutliches Misstrauen gegenüber dem freien Markt und beschließt deshalb immer mehr und neue bürokratische Regulierungen in sämtlichen Bereichen. Sie baut immer mehr Bürokratie auf und quält Unternehmen wie Privatleute  mit immer wieder neuen sinnlosen Vorschriften und Regulierungen. Immer nach dem Motto, mehr Macht nach Brüssel und Einschränkung von Freiheit bei den Menschen in der EU. Die Überwachung und Kontrolle der Bürger wird mit immer wieder neuen Behörden voran getrieben. In der Trickkiste wurde laut Gerüchten als Krisenschutz sogar ein Aussetzen des Euro-Handels herausgeholt und diskutiert, was zeigen würde, welche Angst die Verantwortlichen in Brüssel vor einem Kontrollverlust haben. Es wäre jedoch schwer durchführbar, da der Euro ja nicht nur in Europa gehandelt wird. In Asien beispielsweise wäre der Handel weiterhin möglich. Die EU-Bürger jedoch dürften dann hilflos zuschauen wie ihr Vermögen wegschmilzt.