Marktnachrichten – Euro & USD

News öffentlich: 30 Juli, 2018 um 16:23 Uhr

Die Euro-Bullen bleiben optimistisch. Das Argument, dass starkes Wachstum, Inflation erzeugt und die EZB deshalb bald ihre Zinsen anheben wird, geistert weiter um uns herum. In diese Kerbe legt sich auch die Lohnentwicklung im Euroraum, die zuletzt leicht nach oben tendierte. Was jedoch übersehen wird ist das QE noch nicht abgeschaltet ist, erst dann kann man sehen, ob die Wirtschaft von selbst wächst. Die Katerstimmung kommt immer dann wenn der Junkie auf Entzug ist und so wird sich auch die Eurozone bewähren müssen wenn QE nicht mehr weiter ausgedehnt wird. Die Dosis also nicht mehr weiter erhöht wird. Die Dosis jedoch gar zu reduzieren, davon ist die EZB noch meilenweit entfernt. Ohne Erhaltungsdosis würden die Märkte innerhalb einer Woche zusammenbrechen. Wenn der Euro also aufgrund falschen Erwartungen weiter steigt, beißt sich die Katze sowieso in den eigenen Schwanz, denn ein starker Euro ist schlecht fürs Geschäft. So ist vieles einfach nur Schall und Rauch und die Eurozone weiterhin meilenweit davon entfernt, auf einem guten Weg zu sein. Die EZB ist mit ihrerer Geldpolitik seit langem in einer Box gefangen.

Die Schreie werden nun in Deutschland lauter dass die Nebenwirkungen die Pensionskassen und die private Altersvorsorge ruinieren. Viele Kassen sind darauf angewisen das Geld kurzfristig und konservativ  zu investieren. Damit lässt sich aber schon lange kein Geld mehr verdienen, vielmehr schrumpft die Kaufkraft weil die Inflation deutlich höher ist als der Ertrag. Viele Verträge garantieren jedoch einen Zinssatz oberhalb der aktuellen Werte. Damit ist absehbar, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis massive Verluste öffentlich werden und die Bevölkerung schocken. Nichts erregt die Bürger mehr also die erwartete Rente die sich in Luft auflöst. Wahrscheinlich erst dann realisieren viele was die Geldpolitik der letzten Jahre angerichtet hat.

Der Sozialstaat Deutschland ist auf lange Sicht nicht mehr finanzierbar. Dies wird von der Politik weitestgehend ignoriert. Dies geht in Zukunft nur noch über massive Neuverschuldung. Laufende Defizite führen jedoch wie bei Griechenland in den Ruin. Und was die dortige Bevölkerung nun ertragen muss ist alles andere als angenehm. Ist der Staat erst einmal mit der Verschuldung an die Wand gefahren, werden Sparmaßnahmen und Sozialkürzungen meist brutal durchgesetzt. Jedoch ist es in der Realität so dass je schlechter es Deutschland geht, desto eher die Chance dass sich die Peripherie Länder erholen. Ein starkes solides Deutschland ist bei gleicher Währung, eine Knechtschaft für den Rest der Eurozone.