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Quantitative Lockerung (quantitative easing) oder QE,  einfach erklärt

Die Zentralbanken kauften langfristige Anleihen am Markt weg, mit Geld das frisch per Knopfdruck erschaffen wurde. Diese Geldflut überschwemmte den Markt mit Liquidität. Dieses Kapital fand auch seinen Weg in die Aktienmärkte. Da die Zinsen bei Nahe Null lagen, floss ein großer Teil in Aktien. Das führte dazu, dass Kapitalzuflüsse in ETFs seit 2009 um 935% explodiert sind. Dieser Trend beschleunigte sich noch einmal als Trump Präsident wurde. Wie von einem Magnet angezogen strömte das globale Kapital mit enormen Zuwachsraten in die USA. Die ersten Kapitalabflüsse aus ETFs sahen wir Anfang 2018. Aktuell startet eine weitere Verkaufswelle.

Diese Kapitalzuflüsse aus der ganzen Welt wirken extrem bullish für US-Anlageprodukte. Mangels Alternativen, wird es schwer diesen Trend zu stoppen. Sobald, jedoch klar wird, dass der USD zum Opfer der Geldpolitik wird, brechen die Kapitalzuflüsse ein und das Globale Kapital sucht sich einen neuen Platz.

Das global verfügbare Kapital welches nach Rendite sucht, ändert seinen Platz schnell. Deshalb, Wirtschaftsdaten sind schön und gut, aber was die Märkte wirklich bewegt sind Kapitalflüsse. Deshalb folge dem Geld!

Was wir aktuell sehen ist, dass in Italien extreme Kapitalabflüsse stattfinden. Ca. 30% wurden aus ETFs  in den letzten 4 Wochen abgezogen.

Höhere Zinsen und weniger Unterstützung durch die Zentralbanken sind Störfaktoren für die aktuelle Party. Das sind die Werkzeuge mit denen man Trump wirkungsvoll bekämpft. Dieser Machtkampf wird zunehmend Volatilität erzeugen. Ohne frisches Geld enden Trumps Aktionen in einem Strohfeuer. Je mehr man ihn in die Enge treibt desto deutlicher könnten seine Taten werden. Dies alles verursacht wieder erneut große Kapitalflüsse insbesondere wenn die Schwellenländer noch deutlicher unter Druck kommen. Letztendlich ist es ein Kampf ums Kapital. Dort wo es hinfließt blühen die Wiesen grün, dort wo es abfließt, hinterlässt es Dürre. Die Frage ist deshalb für Anleger: Wo läuft gerade die beste Party auf dem Planeten? Wenn die Musik stoppt sollte man jedoch nicht der Letzte sein, der zum Ausgang rennt. Quantitative Lockerung (quantitative easing) hat insgesamt die Kapitalmenge erhöht und einen Boom ausgelöst Das Momentum flacht aber nun enorm ab, da der Geldhahn zugedreht wird. Die steigenden Zinsen können eine Zins-Aufwärtsspirale in Gang setzen, was in einer Stagflation endet.

Quantitative easing (QE) Fed, EZB, BoJ

Links zu sehen ist die Entwicklung der Bilanzsumme der 3 wichtigsten Zentralbanken (Fed, EZB und BoJ) über die letzten Jahre. Quantitative easing (QE) blähte die Bilanzsumme nach 2008 von 3 auf über 14 Billionen Dollar auf. Die hohe Korrelation mit den US-Aktienmärkten ist nicht zu übersehen.

 


Ich habe über die letzten Jahre sehr viel getestet. Was kein wirklicher Vorteil bringt wieder verworfen usw… Für das kurzfristige Trading sind es zwei quantitative Modelle, auf die es sich lohnt einen täglichen Blick zu werfen.

Links das Fair-Value Modell für die Hauptwährungen. In etwa 80% der Fälle bekommen wir einen ziemlich guten Hinweis, wann eine Währung zum USD zu teuer oder zu billig ist. In 20% der Fälle, haben wir große Treiber im Spiel welche die Währungen weiter drücken, obwohl diese bereits zu teuer bzw. zu billig sind.

Rechts sehen wir ein Modell mit täglichen Trend-Setups für EUR-USD. Dies vermittelt ein ziemlich gutes Gefühl für den aktuellen Trendflow. Die Performance-Kurve zeigt, die Ergebnisse, wenn man den täglichen Setups 1:1 folgt.

Fazit: Für kurzfristiges Trading brauchen wir ein klares Konzept, das einfach umzusetzen ist. Den täglichen Handel beschränke ich auf das Paar EUR-USD. Alle anderen Paare handele ich nur dann wenn diese zum USD zu teuer oder zu billig sind (Extrembereiche im Quant-Model). Beide Modelle nehmen mir die Hauptentscheidung ob LONG oder SHORT ab. Die Aufgabe während des Tages ist es, Keylevels zu markieren und Einstiege zu planen. In beiden Fällen ist es nicht notwendig, den ganzen Tag vor den Charts zu sitzen. 

Ein Service mit täglichen Updates wie oben abgebildet startet voraussichtlich Mitte Nov.2018.

Wenn wir von fixen Strategien sprechen gibt es zwei Varianten. Die erste Variante ist die pure reine Strategie, die zweite Variante ist eine stark optimierte Version. Je optimierter eine Strategie, desto schneller wird sie in der Praxis versagen. Aus diesem Grund rate ich von jeder Überoptimierung ab. Entwickler von automatischen Handelssystemen haben fast immer eine extreme Optimierung vorgenommen. Es ist aber keine Kunst die Vergangenheit zu optimieren, dem Verkauf ist es jedoch dienlich. Aber wie gesagt, der Nutzen für die praktische Anwendung unter Live Bedingungen ist = Null bzw. kontraproduktiv.

Nachfolgend die drei besten Strategien die ich aus den Währungspaaren entwickeln konnte, jeweils als reine Stratgie ohne Überoptimierung.

Nachfolgend sind alle 3 Strategien als Kombi, also die Summe aller obigen Strategien. Die Performance seit 1976 zeigt einen stetigen Aufwärtstrend mit in der Summe 133.000 Pips, oder im Mittel 3.177 Pips pro Jahr, bzw. 264 Pips pro Monat.

Die praktische Anwendung wäre nun einen Rücksetzer (Drawdown) abzuwarten und mit kleinem Risiko zu starten. Sobald die Performance positiv verläuft, kann das Risko bei erneuten Rücksetzern langsam gesteigert werden. So bauen wir vorsichtig Kapital auf und steigern unseren Einsatz langsam ohne zu viel auf einmal zu riskieren, gleichzeitig wächst unser Polster. Dies funktioniert sehr gut solange die Performance weiter nach oben zieht. Und dies ist der entscheidende Punkt bei jeder fixen Strategie. Wenn der Markt seinem Muster weitere 20-30 Jahre folgt, machst du eine Menge Geld ohne nachzudenken, wenn nicht, musst du irgendwann mit einem Verlust aussteigen. Aus diesem Grund ist die Sache an sich nicht ganz uninteressant, jedoch wie schon früher erwähnt eher ein Spiel mit einem Einsatz. Es kann gut gehen, muss es aber nicht. Für Spielgeld ist das OK, für mehr jedoch ungeeignet.


Wir erinnern uns, Long-Term Capital Management (LTCM) war der größte Hedgefonds mit den schlausten Köpfen die die damals vielleicht beste automatische Strategie entwickelt haben. Letztendlich wurde die Strategie aber nach vielen Jahren des Erfolges, plötzlich unrentabel und machte größere Verluste als normal. Das Endes des Fonds kam dann schnell.

Wird es wieder einen Daytrading-Service geben?

Mit Sicherheit und ohne Frage, ist es das was die meisten Trader wollen, täglich aktiv sein und Geld verdienen. Ich habe schon oft darüber geschrieben, dass Wunsch und Realität weit auseinander klaffen. Daytrading ist das Schwierigste überhaupt und die meisten Trader verlieren Geld damit. Ich denke die meisten privaten Trader haben kein Interesse wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und wollen mit Technischer Analyse den Markt erobern. Dieses Konzept ist zum Scheitern verurteilt.

Im obigen Chart ist unser Tulip-Trend Konzept. Die Ergebnisse der letzten 12 Monate sind faszinierend. 8000 Pip im Gewinn. Es ist genau ein Trade pro Tag in den Währungspaaren EUR-USD und GBP-USD. Rechne ich dieses Ergebnis hoch, würden wir in den nächsten 5 Jahren eine Menge Geld machen. Aus 10.000 Euro würden dann über 300.000 Euro. Mit einem solchen Gewinn wären die meisten sehr glücklich. Täglicher Zeitaufwand= 5 Minuten.

Aber wir wissen alle dass diese Ergebnisse schwanken werden. In der Realität gibt es Jahre, wo wir jeden Tag handeln und am Ende keinen Cent verdient haben. Nur ein naiver Anfänger glaubt es gibt ein Konzept dass immer Gewinne macht. Ein ganzes Jahr ohne Gewinn oder gar einem Verlust würde die meisten Trader dazu veranlassen sich davon zu distanzieren. 90% all jener die einen Service buchen, monatlich zahlen würden sich innerhalb eines Jahres abmelden. Schätzungsweise sind bereits 50% weg, wenn wir 3 Monate ohne Gewinn sind. Die meisten die einen solchen Service buchen haben die Einstellung, ich probiere es einmal einen Monat aus. Sie sind mit dir im guten Monat und sofort wieder weg im schlechten Monat. Das ist es was HOT MONEY bedeutet.

Und die Realität ist, es gibt keine Garantie dass ein Konzept überhaupt jemals wieder Gewinne machen wird. Aus diesem Grund sind alle fixen Strategien und Konzepte lediglich dazu geeignet um Spielgeld einzusetzen. Niemand sollte ein Großteil seines Vermögens einem solchen Risiko aussetzen.

Dies sind die Gründe warum ich wirklich nicht weiß, ob ich jemals wieder ein kurzfristiges Konzept wie unser tulip als Service anbieten werde. Wenn die Marketing Trading Stars im Besitz eines solchen Kozeptes wären, würden sie es ohne Zweifel versuchen bestmöglichst zu vermarkten, z.B. als das weltbeste Tradingkonzept, das jemals erschaffen wurde und für 5000 Euro verkaufen. Bei 300 zahlenden Kunden macht das 1,5 Millionen Euro. Genug um in Rente zu gehen. Oder mit dem Geld einen gehobenen Lifestyle vorzuleben und aller Welt zu erzählen dass das mit Trading möglich ist. Was wiederum wie ein Magnet neue Kunden anzieht die das auch wollen. So kann man am Schluss 10 Mio. daraus machen. Ob diese List jemand zum guten Geschäftsmann macht ist eine andere Frage.

Wenn zu viel Geld auf zu geringe Fähigkeiten treffen, dann wird es peinlich. Die äußere Selbstdarstellung zerfällt schnell wenn Erfahrung und Fähigkeiten gefordert werden aber nicht abrufbar sind. Die Crashfahrer im Video wollten der Welt zeigen, was sie drauf haben, der nachfolgende Schmerz aus Pein und Geldschrott war jedoch um ein Vielfaches größer. Aus diesem Grund ist Demut als Investor 1000Mal intelligenter als Adrenalin. Mit Show, überzogener Selbstdarstellung oder Kampf kannst du nur dich selbst und alle anderen betrügen. Was du bist hängt nicht von externen Faktoren ab.

Viele Broker machen nun öffentlich dass ca. 80% ihrer Kunden Geld verlieren. Ich vermute dass es in Wirklichkeit ca. 90 bis 95% sind wenn man einen Zeitraum von 3-5 Jahre betrachtet.

Ich habe selbst tausende Stunden in das Trading investiert und weiß, was geht und was nicht geht. Es gibt so viel zu lernen und den größten Fehler den du machen kannst ist zu denken du bist an einem Punkt wo du nun schon alles weißt.

Es gibt soviele Leute die schlauer sind als wir selbst und denen sollte man zuhören. 

Am meisten habe ich dadurch gelernt als ich mir anschaute mit welchen Fehlern meine Vorbilder Geld verloren haben. Wie Jim Rogers einst sagte, immer wenn er auf andere gehört hat, verlor er Geld mit Investments.  Die Sache ist einfach, verfolge jemand der seine Sache gut macht auf Schritt und Tritt und irgendwann wird er völlig daneben liegen, die Sache sich völlig anders entwickeln, wie er es vorausgesehen hat. Das ist der Zeitpunkt wo du am meisten lernen kannst. Deshalb empfehle ich jedem Trader einen Service wie den unseren zu buchen, dies ist der einzige Weg nach oben zu den 5%. Das Entscheidende lernt man nur in der Praxis und nicht aus Büchern.

Das ist was die meisten Trader suchen. Eine Trading Strategie mit guter Performance, welche sich über Jahre bewährt hat. Perfekt für jedes Verkaufsprospekt. Mit einem Hebel von 1,5, lag der durchschnittliche jährliche Gewinn seit 1975 bei 9,36%. Das ist besser als die meisten Konzepte und ohne Frage würden bestimmt einige Leute gerne eine solche Strategie kaufen. Die ganz schlauen Verkaufsfüchse machen daraus einen monatlichen Service und erzählen euch etwas von Finanzieller Freiheit mit extrem wenig Aufwand (Update nur einmal im Monat) usw… Du solltest verstehen, dass dies in der Praxis alles bullshit ist. Bei genauerem Hinsehen, fallen zwei Dinge auf: Die zwei großen Drawdownphasen sind mit -40% sehr hoch. Von 1993 bis 1998 geht die Performancekurve seitwärts, das bedeutet 5 Jahre Handel ohne Zuwachs. Viel gravierender jedoch wie die beiden ersten Argumente ist die Tatsache, dass du absolut keine Garantie hast, dass der Code auch in Zukunft funktioniert, weil sich Marktzustände ändern. Was ich damit meine zeigt die nächste Grafik :

Was mit jeder fixen Trading-Strategie in der Praxis passiert:

Hier wenden wir die exakt identische Strategie auf das Paar GBP-USD an. Was wir erhalten ist ein katastrophales Ergebnis. Wir wissen, dass GBP und EUR eine sehr hohe Korrelation haben und die Performance Kurve deshalb ähnlich wie bei EUR-USD aussehen müsste. Dies ist aber nicht der Fall, da bei einer Strategie nur winzige Nuancen ausreichen um das Ergebnis zu ruinieren. Diese Veränderung kann und wird bei EUR-USD in Zukunft ebenfalls auftreten. Denn jede Strategie hat ein Ablaufdatum. Jedes Trading-Modell wird früher oder später scheitern und das Geld jener die sich darauf verlassen haben vernichten.

Einfache Forex Trading Strategie für Laien ist Unsinn

Das ist wichtig zu verstehen, weil heute jeder der etwas verkaufen möchte dich mit guten Ergebnissen der Vergangenheit blenden wird. Wir müssen aber verstehen, dass im Finanzmarkt die Dinge anders laufen als bei einem Kuchenrezept oder einem Technischen Gerät. Im Finanzmarkt gibt es keine festen Abläufe die immer gleich sind, vergangene Resultate haben wenig Bedeutung und dies trifft vor allem auf programmierte Codes zu. Der Bankberater verkauft jene Fonds am Besten welche über die letzten 5 Jahre gut abgeschnitten haben, weil das beim Kunden das Vertrauen weckt. Wir wissen aber dass es etliche Beispiele gibt dass Ergebnisse dann total anders ausfallen wenn sich der Marktzustand ändert. Und eines haben wir Gewiss, der Marktzustand wird sich immer ändern, der Code oder die Strategie bleibt jedoch meist die Gleiche und erst wenn die Ergebnisse bereits schlecht sind erkennt man das etwas geändert werden muss. In einigen Fällen erst nach dem Totalverlust.

Fazit:

Wir müssen also verstehen, dass es vor allem darum geht, Dinge zu verstehen und immer auf dem aktuellen Stand zu sein, wer denkt er erschafft einmal einen Code und kann dann damit sorglos Geld verdienen, wird sehr schnell Geld verlieren. Jene die ein solches Sorglospaket an ahnungslose Kunden verkaufen interessiert nur die eigene Kohle und nicht ob das was sie anbieten auch seriös ist. Als Investor oder Trader beschäftigen wir uns so viel wie möglich mit dem Markt um diesen stets bestmöglichst zu verstehen, weil wir wissen, das Konzepte und Ansichten von gestern, bereits morgen überholt sein können. Nur jene die sich in die aktuelle Situation hineindenken können und Dinge kombinieren, können reale Chancen/Riskoverhältnisse erkennen mit denen sich Geld verdienen lässt. Leider bekommen diese jedoch meist erst die Anerkennung und das Vertrauen wenn prognostizierte Dinge in der Zukunft tatsächlich eintreten. Jene die dann die Anerkennung tatsächlich bekommen, werden nicht selten plötzlich überheblich und sind nicht mehr konzentriert bei der Arbeit und produzieren widerum schlechte Ergebnisse. Zudem besteht das Problem dass wenn jemand zu viel öffentliche Aufmerksamkeit hat, dass eigene Ego ein belastender Faktor werden kann. Das macht deutlich, Trading und Investieren ist keine Proleten-Sache, je lauter jemand protzt oder erzählt er ist der Beste mit Strategie XY usw… je weiter ist er davon entfernt gute Ergebnisse abzuliefern. Die Show taugt dann vielleicht zum Verkauf, und beindruckt ein paar Leute, mehr jedoch nicht. Es gibt soviel zu beachten und zu überdenken. In der Praxis ist es ein ständiges Abwägen zwischen Gewinnchancen und Verlustrisiko. Gute Chancen-Risiko Verhältnisse erkenne ich jedoch nur wenn ich die aktuelle Situation und die Zukunft richtig einschätze. Da wir nie alles wissen können bleibt ein Restrisko bestehen. Deshalb ist es eine Spekulation.

 

Die ARD berichtete über dubiose Options-Broker welche ihre Kunden abgezockt haben. Leider jedoch viel zu spät für viele Laien welche auf den Schwindel hereingefallen sind. Ich habe vor Jahren schon geschrieben dass Binäre Optionen und die Machenschaften dahinter schlimmer wie jedes Kasino sind.

Viele bekannte Marketingexperten mit großer Reichweite  hatten damals Werbung für die Optionen gemacht. Diese verdienten sich dumm und dämlich, denn pro Empfehlung zahlten die Broker eine Menge Geld. Dass die Marketer und die Broker ihre Kunden wissentlich abgezockt haben war ihnen egal. Diese wissen wie man Schrott als Gold darstellen kann und Leute die nicht selbst nachdenken zum handeln bewegt. Erstaunlich dass diese nachts ruhig schlafen können.

Viele dieser Geschichtenerzähler sind auch heute weiterhin am Werk um das nächste Schnell-Reich werden Produkt zu vermarkten.

Wie so oft in den Medien, wird ohne Differenzierung, ein gesamter Bereich als dubios dargestellt. Aus diesem Grund kann man 99% aller Talkshows und Sendungen im TV als Zeitverschwendung ansehen. Die interessierten Leute wissen sowieso mehr Details als man im TV erfährt und dies lange bevor bestimmte Themen in die Öffentlichkeit geraten. Noch schlimmer wird es wenn bestimmte Politiker ihre Meinung zu bestimmten Themen äußern. Diese Leute müssen öffentlich eine bestimmte Meinung vertreten, richtig oder falsch, gut oder schlecht spielt dabei keine Rolle. Sie sagen das was die Parteispitze ihnen vorgibt. Na dann gute Unterhaltung!!!!

https://www.ardmediathek.de/tv/Plusminus/Online-Broker-Wie-der-Traum-vom-schnel/Das-Erste/Video?bcastId=432744&documentId=54311136

Die Auswahl ist heute schwieriger als vor 15 Jahren. Damals hatte man die Wahl zwischen 2-3 guten Brokern. Heute sind es 10-20 die in die engere Wahl kommen und weitere 20-30 eher unbedeutende  Broker.
Die mit dem größten Handelsvolumen sind in der besten Position, konkurrenzfähige Konditionen an die Kunden weiter zu geben. Der Broker als Glied zwischen Liquiditätsanbieter und Kunde, muss ebenfalls seine Konditionen aushandeln und wenn er mehr Volumen abwickelt bekommt er bessere Konditionen und kann diese an die Kunden weitergeben. Tut er dies nicht fließt das Geld entweder in das Marketing oder in die Entwicklung der Handelsplattformen.

Aus diesem Grund ist jeder Broker ständig daran interessiert das Handelsvolumen zu steigern. Es macht ihn wertvoller und konkurrenzfähiger.
Viele Broker werben heute mit der direkten Orderdurchstellung zu den Banken. Das klingt zwar erst einmal extrem gut, hat aber auch Nachteile, die meist nicht genannt werden. Ein Broker mit direkter Orderdurchstellung muss das Geld ja irgendwo verdienen. Entweder, an den Spreads, dem Rollover oder sonstigen Gebühren bei der Orderausführung.
In der Praxis zahlt der Kunde meist höhere Gebühren bei den Transaktionen. Wenn ein Broker neben den Banken auch Dark-Pools als Liquiditätsressource angeschlossen hat, kann er Transaktionen günstiger anbieten. Der Kunde merkt es letztendlich nicht.

Der beste Weg ist mehrere Echtgeld-Konten zu haben und somit die Broker direkt vergleichen zu können. Wie sind die Spreads, die Rollovergebühren usw..
Bei meinen Vergleichen, sind die Unterschiede teilweise extrem. Bei vorwiegend kurzfristigem Trading sind die Spreads das wichtigste Kriterium. Bei unseren langfristigen Position Trades, sind die Rollover-Konditionen teilweise so verschieden dass dies mehrere tausend Euro pro Jahr ausmacht. und dies obwohl wir uns gerade im Niedrigzinsumfeld bewegen.

Einige Broker haben Probleme die Plattform bei News stabil zu halten, es kommt zum einfrieren. Slippage bei Kurssprüngen ist ebenfalls ein Thema. Wobei uns dies bei Limit Orders nicht benachteiligt, da die Ausführung dann zu unsere Gunsten ist. Es sei denn es handelt sich um Stopp Orders.

Die drei wichtigsten Parameter sind: Spreads, Rollover, die Kommission oder sonstige Gebühren.

Je länger ein Broker am Markt ist und immer noch vorne mitspielen kann, desto eher sollte er in die engere Wahl kommen. Ein Gegenbeispiel: Als Bitcoin bei ca. 18.000 stand, gab es Broker ohne Impressum, die per Telefon auf Kundenfang gegangen sind. Ich habe selbst einen solchen Anruf erhalten und der nette Herr am Telefon, sagte mir freundlich, dass er quasi sicher wisse dass Bitcoin weiter steigen wird und es das beste wäre jetz ein Konto zu eröffnen. Nach dem Motto, man muss ja schon blöd sein, da jetzt nicht ja zu sagen. Ähnlich wie bei The Wolf of Wall Street.

 

 

Nimm am Börsenspiel Teil und es wartet ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Oder nimm am Trading Wettbewerb Teil und zeige dass du der Beste bist! Der Gewinner erhält einen Preis von 1 Million Euro. So oder der so ähnlich klingen die Lockangebote.

Für die Betreiber ist das immer eine gute Marketing Aktion um Neukunden zu gewinnen. Alle philosophieren wer dieses Jahr gewinnen wird, usw.. Das Showgeschäft gibt es in jeder Branche. Und jede Branche muss heute dafür kämpfen beachtet zu werden. Das ist das Geschäft.

Als  Trader ist es jedoch wichtig den Unterschied zwischen Show und Realität zu erkennen. Wer bei einem solchen Contest als Gewinner das Feld verlässt kann auf eine Karriere als Marketing Star bauen, denn der gewonnene  Preis wird auch vermutlich noch in 10 Jahren Kunden locken.

In den seltensten Fällen können die Gewinner jedoch tatsächlich dauerhaft Gewinne erzielen und eine gute Performance abliefern. Der Überflieger wird zum Blindgänger. Und die Accounts die bei solchem Risko bereits geschrottet wurden finden keine Erwähnung. Diese Börsenspiele vermitteln immer den Eindruck Trading ist wie ein Computerspiel. Man hackt und kämpft wild mit dem Markt und verlässt als Sieger das Feld. Oder man sitzt wie die Goldene Gans vorm PC sitzt und  macht ständig mehr Geld. Wer glaubt Trading sei ein Wettkampfsport, ist ein Zocker. Zocker machen viel Geld und verlieren viel Geld.

Zurück zum vermeintlichen Überflieger. Wäre das der Fall würden alle Hedgefonds oder Investmentfirmen bereits Schlange stehen und diesen Trader für sich traden lassen wollen. Das ist aber nicht so, niemand interessiert es. Wer wirklich Schlange steht und großes Interesse zeigt,  sind die Broker, denn der Gewinner als Marketingfigur ist sehr wertvoll. Auf dieser Basis lassen sich viele jungeTrader oder jene die noch nicht profitabel handeln beeindrucken und für das Trading-Geschäft gewinnen.

Vor allem die Performance wird stark beworben. Das Geld in kurzer Zeit vervierfacht oder aus 5.000 wurden 100.000, wer will da nicht dabei sein? Beim Lotto sehen wir das gleiche Phänomen. Die Leute spielen Lotto weil sie bereits gesehen und ghört haben dass es solche Gewinner gibt und glauben dann sie könnten der Nächste sein. Es gab sogar schon Lotto-Gewinner die danach Kurse  und Vorträge gegen Geld anboten um zu erklären wie sie es geschafft haben den 6er zu ergattern. Keiner konnte den Erfolg jedoch jemals in seinem Leben wiederholen.
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