Schlagwort: Quant

Hallo Steffen, da ich mich sehr für das quantitative Handeln interessiere kommt dein Service gerade recht. Ich würde nur gerne wissen ob in diesem Bereich in Zukunft mehr Potenzial für andere Devisen oder CFDs besteht. Dies würde mir nämlich sehr zusagen. Danke

In der quantitativen Analyse liegt eine Menge Potential, da die Möglichkeiten unbegrenzt sind. Es gibt jedoch einiges zu beachten!

Die meisten Modelle der online gestellten Analysen bei carryinvest basieren auf quantitativen Berechnungen. Dabei möchte ich kurz erklären dass es schlaue Mathematiker gibt, welche jedoch zu wenig Erfahrung und Wissen über die Märkte und die wirtschaftlichen Zusammenhänge haben. Und es gibt Ökonomen, welche die Wirtschaft gut erklären können und verstehen, es aber nicht in mathematischen Modellen zum Ausdruck bringen können.

Quantitative Analysen ermöglichen einen Blick auf den Markt der beeindruckend ist. Jedoch nur wenn man die Mathematik, die Ökonomie und Erfahrung vereinen kann. Nimm einmal einen IT oder Matheprofessor und lass ein paar quantitative Modelle entwickeln. So wird es oft gemacht, und dann verlassen sich viele Leute auf diesen Kram weil sie denken, die schlauen Köpfe wissen was sie tun.

Viele denken, je intelligenter, das System desto besser die Ergebnisse. In der Realität gibt es jedoch keine Perfektion die sich in die Zukunft übertragen lässt und dann fangen sie alle an ihre Systeme ständig nachzubessern. Auf kurzfristiger Basis ist jede Strategie zum scheitern verurteilt, egal ob quantitativ oder nicht. Die quantitative Analyse ist ein Hilfstool um mittel bis langfristige Gelegenheiten besser zu erkennen. Quantitative Modelle können Dinge frei legen die sonst nur im Verborgenen existieren und nicht sichtbar werden. Ihr Nutzen hängt jedoch vom Wissen des Anwenders ab, nicht umgekehrt.

Das ist wichtig zu verstehen, dass ich die quantitative Analyse verwende um Dysbalancen und Gelegenheiten besser aufzuspüren. Für unsere klassischen langfristigen Investmententscheidungen. Unser Quant-System (tägliche Updates für EUR-USD) sowie die Tulip Updates sind eine Ausnahme. Beide als geschlossenes System, was bedeutet, ein Scheitern ist vorprogrammiert, was wir jedoch nicht wissen, ist wieviel Geld wir vorher damit verdienen bis der Tag X eintritt. Natürlich ist das hochspekulativ mit einer Chance und einem Risiko und nicht geeignet um einen Großteil seiner Ersparnisse sicher zu vermehren. 

Ausblick

Zusammenhängende Themen sind wichtiger als jede mathematische Analyse. Die aktuellen Themen sind die kommende Schuldenkrise und wie diese sich auf Währungen, Rohstoffe und Aktien auswirken wird. Die meisten Analysten machen den Fehler sich Anlageklassen isoliert zu betrachten und so erstellte Analysen sind quasi wertlos. Nachdem Aktien nun gefallen sind stürzt sich jeder auf dieses Thema ohne zu erkennen was sich im Hintergrund zusammenbraut und alles überschattet. Mit dem Euro ist es ähnlich. Die EZB beendet das QE Programm nun Ende 2018 und alle glauben zu wissen was das nun im Jahr 2019 für den Euro bedeuten wird. So einfach ist es aber nicht. Wir sehen das der Euro seit Nov. eine Woche steigt und darauf wieder fällt. Eine Phase der Unentschlossenheit. Trendtrader werden dabei verrückt weil jeder beginnende Trend sofort wieder abgewürgt wird und sich umkehrt. Mit unserem längerfristigen Ausblick interessiert uns das jedoch reichlich wenig wann eine Währung dies oder jenes tut. Es ist nicht unser primärer Fokus und unsere Entscheidungen basieren nicht auf dem was Kurse heute oder morgen tun sondern auf langfristigen Ausblicken. Wir kontrollieren unsere Positionen mit Bedacht und lassen uns in der Zwischenzeit gewiss nicht vom Markt zum Narren machen. Wir versuchen erst garnicht ständig aktiv zu kontrollieren, denn der Markt ist auf Dauer sowieso kurzfrsitig immer schlauer als wir. Oder anders ausgedrückt immer unberechenbarer als wir im Stande sind es zu kontrollieren.

Einen Guten Rutsch!!!