Schlagwort: Wirtschaft

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Quantitative Lockerung (quantitative easing) oder QE,  einfach erklärt

Die Zentralbanken kauften langfristige Anleihen am Markt weg, mit Geld das frisch per Knopfdruck erschaffen wurde. Diese Geldflut überschwemmte den Markt mit Liquidität. Dieses Kapital fand auch seinen Weg in die Aktienmärkte. Da die Zinsen bei Nahe Null lagen, floss ein großer Teil in Aktien. Das führte dazu, dass Kapitalzuflüsse in ETFs seit 2009 um 935% explodiert sind. Dieser Trend beschleunigte sich noch einmal als Trump Präsident wurde. Wie von einem Magnet angezogen strömte das globale Kapital mit enormen Zuwachsraten in die USA. Die ersten Kapitalabflüsse aus ETFs sahen wir Anfang 2018. Aktuell startet eine weitere Verkaufswelle.

Diese Kapitalzuflüsse aus der ganzen Welt wirken extrem bullish für US-Anlageprodukte. Mangels Alternativen, wird es schwer diesen Trend zu stoppen. Sobald, jedoch klar wird, dass der USD zum Opfer der Geldpolitik wird, brechen die Kapitalzuflüsse ein und das Globale Kapital sucht sich einen neuen Platz.

Das global verfügbare Kapital welches nach Rendite sucht, ändert seinen Platz schnell. Deshalb, Wirtschaftsdaten sind schön und gut, aber was die Märkte wirklich bewegt sind Kapitalflüsse. Deshalb folge dem Geld!

Was wir aktuell sehen ist, dass in Italien extreme Kapitalabflüsse stattfinden. Ca. 30% wurden aus ETFs  in den letzten 4 Wochen abgezogen.

Höhere Zinsen und weniger Unterstützung durch die Zentralbanken sind Störfaktoren für die aktuelle Party. Das sind die Werkzeuge mit denen man Trump wirkungsvoll bekämpft. Dieser Machtkampf wird zunehmend Volatilität erzeugen. Ohne frisches Geld enden Trumps Aktionen in einem Strohfeuer. Je mehr man ihn in die Enge treibt desto deutlicher könnten seine Taten werden. Dies alles verursacht wieder erneut große Kapitalflüsse insbesondere wenn die Schwellenländer noch deutlicher unter Druck kommen. Letztendlich ist es ein Kampf ums Kapital. Dort wo es hinfließt blühen die Wiesen grün, dort wo es abfließt, hinterlässt es Dürre. Die Frage ist deshalb für Anleger: Wo läuft gerade die beste Party auf dem Planeten? Wenn die Musik stoppt sollte man jedoch nicht der Letzte sein, der zum Ausgang rennt. Quantitative Lockerung (quantitative easing) hat insgesamt die Kapitalmenge erhöht und einen Boom ausgelöst Das Momentum flacht aber nun enorm ab, da der Geldhahn zugedreht wird. Die steigenden Zinsen können eine Zins-Aufwärtsspirale in Gang setzen, was in einer Stagflation endet.

Quantitative easing (QE) Fed, EZB, BoJ

Links zu sehen ist die Entwicklung der Bilanzsumme der 3 wichtigsten Zentralbanken (Fed, EZB und BoJ) über die letzten Jahre. Quantitative easing (QE) blähte die Bilanzsumme nach 2008 von 3 auf über 14 Billionen Dollar auf. Die hohe Korrelation mit den US-Aktienmärkten ist nicht zu übersehen.

 

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Die EU-Kommission werde noch in diesem Jahr Initiativen vorlegen, um die internationale Bedeutung des Euro zu stärken. Der Euro müsse das Gesicht einer souveränen EU werden und international die Bedeutung erlangen, „die ihm zusteht“, so Juncker.

Will die EU ihre Probleme lösen, indem sie anstrebt den Euro zur weltweiten Leitwährung zu machen und damit den USD vom Thron stößt? Dies zeigt wieder einmal aufs Neue, dass der Euro die heilige Kuh von Brüssel ist und politische Interessen immer über dem wirtschaftlich Machbaren stehen.

Es gibt zwar auch außerhalb der EU, Interessen seitens Russland und China, den USD als Leitwährung abzuschaffen, dies ist jedoch nicht so einfach. Dies wird nur dann passieren, wenn der Druck unerträglich wird und an diesem Punkt sind wir noch nicht. Noch überwiegen die vielen Vorteile des Dollars und wer sich abgrenzt, zahlt einen Preis dafür. Es ist vor allem die Tiefe des USD-Marktes der ihn unschlagbar macht. Zentralbanken halten den größten Teil ihrer Reserven in USD. Diese Reserven haben den Zweck den Außenhandel im Notfall zu stützen. Es macht deshalb keinen Sinn eine andere Währung als Reserve anzulegen, auch wenn dies politisch vorgegeben würde. Fakt ist, dass der Außenhandel weltweit überwiegend in USD abgewickelt wird.

Alle bisherigen Vorschläge und Ideen von Europas führenden Politikern sind zum scheitern verurteilt. Das Kernproblem des Euros bleibt bestehen. Den Dollar als Leitwährung abschaffen geht nicht über politischen Druck oder rein politisch orientierte Ziele!