Schlagwort: Zentralbanken

Die Bilanzsumme der drei wichtigsten Zentralbanken verringert sich das erste Mal seit 2014.

Der aktuelle Konjunkturzyklus ist weit fortgeschritten, aber aktuell in guter Verfassung, was dazu führen sollte dass die Fed die Zinsen weiter anhebt. 2019 ist ein Hoch zu erwarten mit nachfolgendem Wirtschaftsabschwung. Maßgebend jedoch sind die aktuellen Daten die wir weiter Monat für Monat beobachten müssen. Der Einbruch kann früher aber auch später erfolgen. Der SP 500 sollte im Bereich 3600 ein Hoch ausbilden. Wie der kommende Abschwung verlaufen wird hängt davon ab, ob die Zentralbanken das Vertrauen verlieren oder behalten werden. Dies ist entscheidend, denn bei Kontrollverlust scheiden Anleihen als Sicherer Hafen dieses Mal aus was eine völlig neue Situation darstellt.

Die Versorgung der Welt mit Liquidität nimmt ab. Zuerst startete die USA im Jahr 2008 mit den QE Programmen. Es folgten Großbritannien, Japan, und die Eurozone. Die Welt wurde mit billigem Geld geflutet und die Menschen verschuldeten sich zunehmend. Insbesondere das Verhältnis der Verschuldung zum Einkommen verschlechterte sich in vielen Ländern dramatisch. Dies wirkt vor allem als Bremse für zukünftiges Wirtschaftswachstum. Nun haben wir aber das Liquiditäts-Peak längst erreicht und bereits überschritten. Die Fed reduziert ihre Bilanzsumme und zieht die Zinsen an. Auch die EZB steigt langsam aus dem QE Programm aus und strebt an die Zinsen wieder in den positiven Bereich zu bringen. Lediglich Japan pumpt weiterhin Liquidität in den Markt und scheint dies auch weiterhin tun zu wollen, was sich früher oder später brutal rechen wird, wenn das Land es übertreibt.

Die höheren Zinsniveaus und die schwindende Liquidität werden nicht spurlos an den Märkten vorbei gehen. China musste letzte Woche einem großen Versicherer im Land unter die Arme greifen. Das erinnert an die Vorboten der 2008er Krise in den USA. Kapital wird wieder teurer, und die kommende Phase wird Schuldner die sich bei aktuell guter Lage nur noch gerade so über Wasser halten können in die Knie zwingen. Italiens Banken zum Beispiel sind noch lange nicht aus dem Gröbsten draußen und sind noch immer vollbeladen mit faulen Immobilienkrediten.Ohne die Hilfe der EZB wäre schon längst Schluss.

2007/2008 haben die Privatleute im Zuge der Bail Outs die Rettung der Banken mit Steuergelder bezahlt. Nun sind die Schulden höher als 2008 und überall auf der Welt werden nun Bail Ins geplant, was bedeutet, dass im Fall einer Bankenpleite, in Zukunft die Bank ohne Umweg, direkt auf das Kapital der Einleger zugreifen können wird. Bankenabwicklungen werden unausweichlich kommen.

Die Zentralbanker wissen, was sie angerichtet haben und sie wissen, dass sie aus der jetzigen Situation raus müssen um ihre Macht nicht völlig zu verlieren. Dafür werden Kosten in Kauf genommen. Keine Zentralbank wird jemals zugeben dass die Geldschwämme die Gesamt-Situation verschlimmert hat.

Aus diesem Grund werden immer mehr und neue Regeln und Vorschriften geschaffen um den Eindruck zu erwecken, man tue alles um Europa stabiler und sicherer zu machen. Bargeld soll zum Beispiel deutlich stärker kontrolliert werden. Die Grenze von 10.000 Euro soll herabgesetzt werden und eine Art Finanzgeheimdienst soll in Europa bis 2019 geschaffen werden der alles und jeden kontrollieren kann. Wir entfernen uns immer mehr von einem freien Markt und der Kontrollstaat wird immer weiter ausgebaut. Was bedrohlich für die eigene Macht wiird, muss kontrolliert werden. Dabei erinnert die EU immer mehr an einen Diktator der seine Macht, koste es was es wolle, behalten will und verteidigt, auf Kosten der Bevölkerung.

Die Termine der Notenbanken sind für Trader eine wichtige Sache. Es wird spannend was wir 2018 an Zinsentscheidungen sehen werden. Vor allem bei der Fed wird es interessant. 2018 wird Fed-Direktor Jerome Powell das Ruder übernehmen. 2017 haben wir 3 Zinserhöhungen gesehen. Die Zinsen werden auch 2018 vermutlich weiter steigen obwohl die Inflation gedämpft bleibt. Mit den aktuell niedrigen Zinsen tun sich die Pensionskassen schwer und steuern direkt auf eine Krise zu. Hinter der Fassade „Niedrige Zinsen sind gut für die Wirtschaft“ brodelt es gewaltig. Insbesondere Europa ist anfällig für einen Crash bei den Staatsanleihen. Steigende Zinsen und ein fallender Euro werden Anzeichen einer starken Vertrauenskrise sein. Wenn dies geschieht bekommen Aktien noch mehr Untertsützung. Jedoch sind diese bereits teuer. Die Blase könnte sich weiter aufblähen. Weil Infolge einer Staatsschuldenkrise die Aktien zu den Gewinnern gehören. Das Problem ist, auf einen ordentlichen Rücksetzer zum Einstieg bei Aktien wartet man seit Monaten vergeblich. Die Kurse laufen einem schlicht weg davon.

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