Über mich

Steffen Pereira, persönlicher Kontakt, Tel: +49 (0)6130 944914
Während des Bauingenieurstudiums begann ich mich nebenher mit dem Devisenhandel zu beschäftigen. Damals lag der Fokus auf kurzfristigem Trading (Daytrading). Im Jahr 2009 gründete ich den ForexTradingClub und handelte Vollzeit als Daytrader, basierend auf der Priceaction (Eine Form der Technischen Analyse). Mit der Zeit wuchs mein Interesse mich tiefer mit den Märkten zu beschäftigen und die Ursachen für Kursbewegungen besser zu verstehen. Ich begann mich mit den Fundamentaldaten zu beschäftigen und diese zu analysieren. Die Märkte veränderten sich zwischenzeitlich zunehmend und es wurde immer schwerer mit Daytrading Geld zu verdienen.

Ich verlagerte meinen Fokus dann vollends aufs Investieren, daraus entstand das Projekt „Carryinvest“ im Jahr 2014. Damals handelte ich primär EUR-AUD und AUD-JPY als sogenannte Carrytrades. Das Konzept, nicht nur mit Kursbewegungen sondern auch zusätzlich durch Zinsen Geld zu verdienen gefiel mir sehr gut. Die Zinsen jedoch wurden in den letzten Jahren global immer weiter gesenkt, wodurch der gute alte Carry-Trade praktisch nicht mehr vorhanden war. Ich begann dann auf fundamentaler Basis, Fair-Value Modelle für Devisenpaare zu entwickeln. Für die Auswertung nutze ich die Daten von Reuters. Mit Hilfe dieser Modelle ist es möglich einen Fairen Wert für jedes Devisenpaar zu erstellen. Je weiter sich ein Paar von diesem Wert entfernt hat, desto günstiger ist es, darauf zu spekulieren, dass sich der Kurs über kurz oder lang wieder dem fairen Wert annähert.

Begeistert von den Möglichkeiten globale Wirtschaftsdaten auszuwerten, entwickelte ich weitere Modelle und Konzepte, die mir helfen, gute Gelegenheiten zu erkennen. Die Analysen dehnten sich dann auf andere Anlageklassen aus. Z.B ist die Analyse des Globalen Wirtschaftszyklus hilfreich  für Investments in Aktienindizes. Bis heute lerne ich ständig weiter dazu, verbessere meine bestehenden Modelle und entwickele Neues. Es geht darum, immer besser einschätzen zu können, wie der aktuelle Zustand ist und wohin die Reise gehen wird. Je besser dies gelingt desto erfolgreicher das Investieren.

Mein eigenes Kapital investiere ich in Gelegenheiten mit einem exzellenten Chancen/Risiko Verhältnis. Die entwickelten Analysemodelle und das Verständnis was aktuell global passiert bilden die Basis für Investmententscheidungen. Eine starke fundamentale Basis ändert sich nicht über Nacht und das ist meine Sicherheit, um Nachts ruhig schlafen zu können, neben der Tatsache, dass ich nicht mit extrem hohem Risiko aktiv bin. Jeder der meine privaten Blogupdates liest, erfährt, wie ich aktuell über die Situation in den Märkten denke, wo ich investiert bin und wie ich Positionen manage. Dies mit euch zu teilen, macht mir viel Spaß, Fragen sind gerne erwünscht und wir können gerne beim „DU“ bleiben.

Viele da draußen, können oder wollen nicht verstehen, dass sich die Situation ständig verändert und Dinge die gestern noch funktionierten heute nicht mehr funktionieren. Die ständige Anpassung sowie das lernen und studieren von neuen Gegebenheiten ist notwendig. Jeder der z.B. heute noch behauptet, dass man mit Daytrading einfach Geld verdienen kann, tut dies wahrscheinlich nur deshalb, weil er ein Produkt in diesem Bereich verkaufen möchte. Die Volatilität und die Algorithmen im Markt haben sich derart verändert, dass es heute keinen Sinn mehr macht, innerhalb des Tages auf gute Trades zu warten. Es ist wirklich verlorene Zeit. Was ich ebenfalls ablehne sind reißerische Botschaften, wie „Mit diesem Trade finanziere ich meinen Urlaub“ oder „Finanzielle Freiheit Strategie – auch für ganz Dumme“ usw. Ich halte das für unprofessionell und unseriös.

Ich warne ebenfalls davor, Dinge blind als „Wahr“ anzuerkennen, weil sie irgendein Finanzguru in die Welt hinaus posaunt. Man sollte besser alles selbst einmal intensiv auswerten und sich seine eigenen Gedanken machen, dabei lernt man viel und erkennt gleichzeitig alle Schwachstellen. So wird z.B. gerne die Retailpositionierung in %  oder die Saisonalität als Geheimtipp verkauft. Ich habe vor Jahren, Beides intensiv ausgewertet und habe festgestellt dass keins von Beiden taugt um sein Geld zu investieren. Und ich kann auch ganz genau begründen warum es nicht funktioniert. Den eigenen Kopf zu gebrauchen, Dinge hinterfragen, kritisch zu beurteilen und zu überprüfen, ist wichtig bevor man sein hart verdientes Geld einem Risiko aussetzt. Ich arbeite seit mehr als 15 Jahren mit den COT-Daten und werte diese jede Woche aus, jedoch ist die Art und Weise wie ich diese anwende eine andere wie es in den Lehrbüchern vermittelt wird. Ich habe festgestellt, dass man aus den COT-Daten weder ein System machen kann, noch spielt die Veränderung zur Vorwoche eine Rolle. Auch die simple Betrachtung auf welcher Seite ein Überhang besteht, ob die Teilnehmer Net-Long oder Netshort sind, ist letztendlich nicht so wichtig wie vermutet. Besser ist es, herauszufinden, wie man die Dinge für sich selbst am besten nutzen kann.

Wer unabhängig denken lernt, und die Meinung der anderen nicht einfach blind übernimmt, ist ein besserer Trader /Investor. Dies ist deshalb der Fall, weil es nicht einfach darum geht zu kaufen oder zu verkaufen, sondern viel mehr darum, ständig das Risiko/Chance Verhältnis neu zu bewerten. Dies geht nur, wenn man sich sein eigenes Bild machen kann. Dazu braucht man gute Informationen über den Markt und das Wissen, wie diese einzuordnen sind. An diesem Prozess lasse ich alle User teilhaben. Ziel ist es, jeden in die Lage zu versetzen, bessere Entscheidungen für sich zu treffen, ohne dabei etwas blind zu kopieren.